Ritterhude weiter im Blick und Tarmstedt herzlich Willkommen – meine Meinung zur Änderung des Wahlkreises zur Landtagswahl 2027
Einmal ist zu kritisieren, dass es zukünftig 90 statt wie bisher 87 Wahlkreise gibt; dieses wird zu einem größeren Landtag führen. Zur Erinnerung, zur Landtagswahl 2008 wurde die Anzahl der Wahlkreise von 100 auf 87 reduziert, um den Landtag zu verkleinern. Auf der anderen Seite ist zu kritisieren, dass es zwischen den Wahlkreisen Buxtehude, Bremervörde, Osterholz und Unterweser zu „Verschiebebahnhöfen“ einzelner (Samt-)gemeinden kommt. Die Samtgemeinde Apensen wandert von Buxtehude nach Bremervörde, die Samtgemeinde Tarmstedt nach Osterholz und die Gemeinde Ritterhude von Osterholz nach Unterweser.
Auf meine jetzige Wahlkreisarbeit wird sich das weiterhin positiv auswirken, da die Bürgerinnen und Bürger nichts von einem landkreisübergreifenden Wahlkreis spüren dürfen. Ich war zwanzig Jahre im Nordkreis Verden unterwegs und für die dortigen Kommunen Ottersberg und Oyten zuständig (sowie 2003 bis 2008 für die Stadt Achim). Das war ein erfolgreiches Miteinander und eine positive Zusammenarbeit. Das spürte man auch bei den dortigen Terminen. Landkreisgrenzen spielten keine Rolle. Dieses kann ich auch der Samtgemeinde Tarmstedt zusagen.
Die Arbeit für die Gemeinde Ritterhude wird selbstverständlich so wie bisher weitergehen. Als Kreistagsabgeordneter bleibe ich, sofern ich auch hier meine Arbeit nach der Kreistagswahl am 13. September fortsetzen darf, ohnehin der Hammegemeinde verbunden und werde auf Wunsch die Themen mit nach Hannover nehmen. Als jahrzehntelanger Leser der Wümme-Zeitung beobachte ich auch die Kommunal- und Landespolitik sowie die Projekte in der Samtgemeinde Tarmstedt; es wird also nicht alles neu sein. Aufgrund der Entwicklungsachse Tarmstedt – Grasberg – Lilienthal – Bremen haben wir auch gemeinsame Interessen, bspw. die intakter Straßen, den ÖPNV in Form der Landesbuslinie 630 sowie die Unterrichtsversorgung an unseren Schulen. Ich freue mich, zusammen mit meinem Landtagskollegen Dr. Marco Mohrmann, der seit 2017 für die schönen Geestdörfer zuständig ist, für die Samtgemeinde zu wirken. Tarmstedt wird so gesehen nach der Landtagswahl im Jahre 2027, sofern wir beide wieder das Landtagsmandat erhalten, zwei aktive Abgeordnete haben.
Hinweis: Es ist „meine“ dritte Wahlkreisveränderung und damit der vierte Wahlkreiszuschnitt. Neben der Samtgemeinde Tarmstedt, die neu dazukommt, werden unsere Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck sowie die Gemeinden Grasberg, Lilienthal und Worpswede weiter zum Wahlkreis gehören.
