Axel Miesner: „Stundenausfall auch im Landkreis Osterholz“

Wahlkreis. Der hiesige Landtagsabgeordnete Axel Miesner ist bestürzt über die jetzt vorliegenden Daten zur Versorgung der allgemein-bildenden Schulen mit Lehrkräften in Niedersachsen. „Nur noch 99,5 Prozent Unterrichtsversorgung – das ist der niedrigste Wert der letzten 10 Jahre! Ein Wert, der für viele Schulen und für viele Schüler Stundenausfall bedeutet. In nur drei Jahren hat Ministerin Heiligenstadt (SPD) mit ihrer verfehlten Schulpolitik die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen vor die Wand gefahren“, sagt Miesner.

Landesweit liegen Haupt- und Realschulen, Oberschulen, Förderschulen, Gymnasien und Gesamtschulen allesamt unter 100 Prozent. Im Landkreis Osterholz beträgt der statistische Durchschnittswert für alle Schulen 99,8 Prozent, wie der CDU-Abgeordnete beim Kultusministerium erfragt hat. Axel Miesner betont, dass die Durchschnittswerte vom Stichtag 15. September 2015 nichts über die tatsächliche Lehrerversorgung an den einzelnen Schulen aussagen. Darum hat sich Miesner auch die Daten für alle Schulen des Landkreises OHZ vorlegen lassen. „Es zeigen sich an vielen Schulen große Lücken. Zum Beispiel die GS Scharmbeckstotel mit drastischen 78,9 Prozent ist völlig unterversorgt.“

Besonders besorgt ist Axel Miesner angesichts der Situation an vielen Gymnasien. Der Wert für das laufende Schuljahr liegt mit 99,8 Prozent mehr als drei Prozentpunkte unter dem Wert vor der Regierungsübernahme von Rot-Grün. „Kultusministerin Heiligenstadt hat widerrechtlich die Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrer erhöht. Erst das Oberverwaltungsgericht konnte sie stoppen. Leider müssen die Schülerinnen und Schüler jetzt die Konsequenzen dieser Fehlentscheidung der Ministerin ausbaden, indem bei ihnen der Unterricht ausfällt“, ärgert sich der Abgeordnete Miesner.

Von Unterrichtsausfall betroffen seien jedoch nicht nur die Gymnasien, wie Miesner betont. Die Kultusministerin habe im Januar im Landtag einräumen müssen, dass es Schwierigkeiten bei der Besetzung von Lehrerstellen an Grundschulen, Oberschulen, Haupt- und Realschulen gebe. Damit sei auch für das zweite Schulhalbjahr in Niedersachsens Schulen keine Besserung bei der Unterrichtsversorgung in Sicht ist. „Die Kultusministerin hat kein Konzept gegen den Lehrermangel. Anstatt zuzugeben, dass sie mit ihren falschen Entscheidungen die Situation erst verursacht hat, verweist sie auf die Flüchtlingskinder. Niedersachsen verdient eine Landesregierung, die Probleme löst. Mit dieser Kultusministerin wird das nicht gelingen“, sagt Axel Miesner.


 

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